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| Interreg II Tälerpflegeprojekt |

10 MILLIONEN FÜR DIE OSTBELGISCHEN NATURSCHUTZGEBIETE DER BNVS
Das Interreg II Tälerpflegeprojekt startet im Herbst 1999 in den BNVS-Naturschutzgebieten
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Nun ist es so weit. Nachdem das Interreg II - Tälerpflegeprogramm der Verwaltungskommission
des Naturparks Hohes Venn - Eifel zeitweilig mit erheblichen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte,
ist ein erfolgreicher Abschluss des Projektes jetzt wieder in greifbarer Nähe. |
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Insbesondere die Naturschutzvereinigung BNVS kann mit diesem bisherigen Verlauf des Projektes
äußerst zufrieden sein, stehen ihr doch im Laufe der nächsten zwei Jahre nicht weniger als 9,78
Millionen Franken für die Pflege der ostbelgischen Naturschutzgebiete zur Verfügung. Noch kurz vor
seiner Amtsübergabe im Juni 1999 unterzeichnete der damalige Umweltminister der Wallonischen Region,
Guy Lutgen, einen entsprechenden Erlass zu Gunsten der BNVS.
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Nutznießer des EU-Förderprogramms sind allerdings nur jene 8 BNVS-Naturschutzgebiete,
die innerhalb des Naturparks "Hohes Venn - Eifel" liegen, also Warche, Holzwarche, Ensebach-Our,
Tannebach, Kolvenderbach, Grossweberbach, Thommerbach und Ulf.
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Beste Perspektiven für die Pflege der Naturschutzgebiete
Zur Vorbereitung der dauerhaften Pflege der Naturschutzgebiete durch Beweidung und Mahd sind
erstmals großflächige Umzäunungsarbeiten, Entbuschungs- und Entfichtungsarbeiten sowie die Neuanlage
bzw. Restauration kleinerer Bachaltarme und Amphibienlaichgewässer vorgesehen. Finanziert werden die
Arbeiten zu jeweils 50% von der Wallonischen Region und der Europäischen Union (Euregio).
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Auch der Ankauf spezieller Mähgeräte für den Schnitt sehr feuchter bzw. steiler Wiesen sowie
der Kauf von Gallowayrindern können im Rahmen des Interreg-Programms finanziert werden. Waren es
bislang nur kleine experimentelle Flächen, die mit Hilfe von Galloways und anderen Robustrassen
beweidet wurden, so wird nun erstmals eine großflächige Pflegebeweidung innerhalb der bestehenden
BNVS-Naturschutzgebiete ermöglicht werden.
Die Durchführung der Arbeiten wird übrigens bereits im Herbst 1999 starten und erstreckt sich
über einen Zeitraum von etwa 22 Monaten.
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Ein Blick ins BNVS-Naturschutzgebiet am Kolvenderbach
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Positive Effekte für Flora und Fauna
Nachdem bisher der Flächenerwerb bei der Naturschutzstrategie der BNVS im Vordergrund stand,
rückt nun dank der Interreg-Gelder die Pflege der BNVS-Naturschutzgebiete verstärkt in den
Vordergrund, gilt es doch, auf den (immer noch viel zu kleinen) geschützten Flächen optimale
Lebensbedingungen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu schaffen.

Entbuschungsarbeiten von Hand an einem Ginsterhang im Deutsch-Belgischen Grenzgebiet
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Insbesondere die stark bedrohten Wiesenvögel, wie Neuntöter, Raubwürger, Braunkehlen und
Schafstelze, dürften von den vorgesehenen Maßnahmen besonders profitieren. Kleintiere (Reptilien,
Schmetterlinge, Käferarten etc.) sind jedoch ebenfalls vielfach auf eine Offenhaltung der Flächen
angewiesen.
Auch für den Schwarzstorch, der seit wenigen Jahren im Süden Ostbelgiens immer regelmässiger
brütet, wird vor allem die Offenhaltung der Waldtäler und die Anlage neuer Amphibienlaichgewässer
verbesserte Nahrungsmöglichkeiten bieten.
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| Ein Aktikel aus der NaturZeit Nr. 3 von Frank Vassen |
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